Barrierefreie Websites
Barrierefreie Websites 2025
Das neue Gesetz und wie du es umsetzt
Barrierefreie Websites: Was das neue Gesetz wirklich bedeutet – und warum du dir keine Sorgen machen musst
Vielleicht hast du schon gehört: Ab Juni 2025 tritt ein neues Gesetz zur digitalen Barrierefreiheit in Kraft. Viele meiner Kunden – vor allem kleine Unternehmen – fragen mich deshalb besorgt: „Muss ich jetzt meine ganze Website umbauen?“ Die kurze Antwort: In den meisten Fällen – nein. Aber: Es lohnt sich trotzdem, das Thema zu verstehen.
Denn Barrierefreiheit ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht – sie ist auch eine Chance.
Was genau regelt das neue Gesetz?
Die Grundlage ist die EU-Richtlinie 2019/882, auch bekannt als European Accessibility Act (EAA). In Deutschland wird sie durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) umgesetzt – gültig ab Juni 2025. Es schreibt bestimmte Standards für Websites und digitale Angebote vor.
Aber: Die Pflicht gilt vor allem für größere Unternehmen sowie Organisationen mit öffentlichem Auftrag.
Bin ich als kleines Unternehmen überhaupt betroffen?
Diese Frage höre ich sehr oft – und sie ist absolut berechtigt. Die meisten meiner Kunden sind kleine und mittlere Unternehmen. Die gute Nachricht: Kleinere Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitenden oder unter 2 Mio. € Jahresumsatz sind in der Regel nicht verpflichtet, ihre Website barrierefrei umzubauen.
Wenn du also ein lokales Geschäft, einen Handwerksbetrieb oder einen Onlineshop im kleineren Rahmen betreibst, musst du keine Strafe befürchten.
Warum Barrierefreiheit trotzdem sinnvoll ist
Auch wenn du nicht gesetzlich verpflichtet bist, kann eine barrierefreie Website ein echter Vorteil für dein Unternehmen sein. Sie ermöglicht mehr Menschen den Zugang zu deinen Angeboten – zum Beispiel Menschen mit Seh-, Hör- oder Bewegungseinschränkungen.
Gleichzeitig profitierst du von besserer Benutzerfreundlichkeit, einem positiven Image und sogar besserem Google-Ranking. Barrierefreiheit bedeutet nicht nur Rücksichtnahme – sie ist ein Pluspunkt für alle Nutzer.
Wie du Barrierefreiheit einfach umsetzen kannst
Keine Sorge – es geht nicht darum, deine Website von Grund auf neu zu bauen. Oft reichen schon kleine Anpassungen, um große Wirkung zu erzielen. Die wichtigsten Regeln orientieren sich an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG). Dazu gehören zum Beispiel Alternativtexte für Bilder, ein guter Farbkontrast (mindestens 4,5:1), eine lesbare Schriftgröße und eine Bedienbarkeit mit der Tastatur.
Worauf du im Design achten solltest
Barrierefreiheit beginnt bei der Gestaltung. Verwende relative Schriftgrößen wie rem oder em, achte auf klare Kontraste (z. B. geprüft mit dem WebAIM Contrast Checker) und verzichte auf Aussagen wie „Klicke den roten Button“. Wichtig ist auch, dass Nutzer per Tabulator durch die Website navigieren können und erkennen, welches Element gerade aktiv ist (sichtbare Focus-Zustände).
Wie du deine Inhalte barrierefrei gestaltest
Wenn du Videos oder Formulare nutzt, kannst du diese ebenfalls optimieren: Untertitel helfen gehörlosen Menschen, klare Fehlermeldungen und korrekt beschriftete <label>-Felder erleichtern die Nutzung von Formularen. All das sorgt für ein inklusives und professionelles Nutzererlebnis.
Mit diesen Tools kannst du deine Website selbst testen
Du möchtest wissen, wie barrierefrei deine Website schon ist? Dann probier Tools wie WAVE (kostenloses Plugin), axe DevTools (für Chrome) oder den Screenreader NVDA. Damit findest du viele typische Barrieren ganz leicht – und kannst gezielt nachbessern.
Was du jetzt tun kannst
Wenn du dir unsicher bist, ob du betroffen bist oder wo du ansetzen sollst – sprich mich gern an. Ich helfe dir dabei, herauszufinden, ob Handlungsbedarf besteht, und zeige dir einfache, sinnvolle Verbesserungen, die du schnell umsetzen kannst.
Gemeinsam machen wir deine Website zukunftssicher – ganz ohne Stress. Und wenn du willst, entwickeln wir sogar ein Angebot für bestehende Websites, das du Schritt für Schritt umsetzen kannst.